EM-Spielbälle zur Fußballeuropameisterschaft

Europameisterschaft 2016 – Fußballerherzen schlagen wieder höher

Wir schreiben das Jahr 2016 und es ist wieder soweit. Bereits zum 15. Mal steht eines der größten Sportevents Europas vor der Tür. Die UEFA-Fußball-Europameisterschaft präsentiert uns in ihrem vier-Jahres-Rhythmus die besten Nationalmannschaften des Kontinents. Voller Begeisterung fiebern Millionen Fans diesem Ereignis entgegen und wollen nichts anderes, als die Repräsentanten ihres Landes am Ende auf Europas Fußballthron zu sehen. Der Weg dorthin ist steinig und weit. Das bekam das niederländische Nationalteam schmerzhaft zu spüren, als es entgegen aller Erwartungen bereits in der Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2016 ausschied.

Austragungsnation des Turnieres ist Frankreich, das sich gegen seine Mitbewerber Türkei und Italien, sowie Schweden und Norwegen, die ihre gemeinsame Bewerbung bereits vorzeitig zurückgezogen hatten, durchsetzte. Sowohl das Eröffnungsspiel am 10 Juni, als auch das Finale am 10. Juli wird, den Terrorattacken des 13. November 2016 zu trotz, im Stade de France, dem größten Stadion des Landes, im Pariser Vorort Saint-Denis ausgetragen. Erstmals wird eine Fußball-EM mit 24 statt wie gewohnt 16 Mannschaften ausgetragen. Die Gruppenphase wird in sechs Gruppen mit je vier Mannschaften stattfinden, von denen sich jeweils die erst- und zweitplatzierten, sowie die vier besten Gruppendritten, für das Achtelfinale qualifizieren. Ab den Achtelfinalspielen geht es dann im K.O.-Modus weiter, bis am 10. Juli die Nation gefunden ist, die die Trophäe in den französischen Nachthimmel recken darf.

Schönes Spiel durch neuen EM-Fußball?

Am 12. Dezember 2015 erhielten alle Fußballfans bereits einen kleinen Leckerbissen als Vorgeschmack. Der neue offizielle EM-Ball, hergestellt von Adidas, wurde vorgestellt und ist seitdem auch im Handel erhältlich. „Beau Jeu“ nennt sich das gute Stück, was nicht nur schön klingt, sondern auf Deutsch so viel heißt wie „schönes Spiel“. Hoffen wir, dass der Ball sein Versprechen hält und wir einige schöne Spiele zu sehen bekommen. Äußerlich hat das neue Spielgerät bereits einiges zu bieten. Neben den französischen Nationalfarben und dem UEFA-Fußball-Europameisterschaft-2016-Logo, schmücken die Zahlen 2, 0, 1 und 6 auf der Kugel verteilt den Ball. Neben dem Design, hat sich Adidas auch bei der Verarbeitung und beim Material etwas einfallen lassen. Ein neunteiliges Panelsystem, wie es bereits 2014 beim WM-Ball „Brazuca“ eingesetzt wurde, soll für optimale Flugeigenschaften sorgen. Außerdem seien in diesem Bereich und bei der Griffigkeit noch Verbesserungen vorgenommen worden. Ganze 18 Monate habe die Entwicklung des „Beau Jeu“ laut Adidas in Anspruch genommen. Prominenter Mitwirkender ist der Fußballprofi Gareth Bale vom spanischen Rekordmeister Real Madrid. Alle an der Europameisterschaft teilnehmenden Nationen erhielten im November 2015 bereits ein Exemplar des Spielgeräts, um sich frühzeitig an das Spiel mit ihm zu gewöhnen. Für Fans kostet der Ball im Handel knapp 140€.

Der offizielle Spielball der EM 2016, der „Beau Jeu 2016“

Der offizielle Spielball der EM 2016, der „Beau Jeu 2016“

Rückblick auf das runde Leder vergangener Jahre

Adidas kann als Hersteller des offiziellen EM-Balls bereits auf eine lange Geschichte zurückblicken. Seit 1972, dem Jahr, in dem es erstmals einen offiziellen EM-Ball gab, wurde das Unternehmen bei jeder Europameisterschaft mit der Entwicklung eines offiziellen Spielgerätes beauftragt. 11 Spielbälle tragen somit die Handschrift des deutschen Sportartikelherstellers, wovon ein Ball bei zwei EM-Turnieren zum Einsatz kam. Den Anfang machte der „Telstar Durlast“, der in ähnlicher Form bereits bei der WM in Mexiko zwei Jahre zuvor über den Rasen rollte. Er bestand als erster Ball überhaupt aus Fünf- und Sechsecken und nicht wie gewohnt aus Lederstreifen. Durch sein schwarz-weißes Design war er außerdem in den zu dieser Zeit üblichen Schwarz-weiß-Fernsehern gut zu erkennen. Seinen Namen verdankte er einem Kommunikationssatelliten, der in den frühen 70ern für das Einleiten einer neuen Ära der Kommunikationstechnik stand. Der Erfolg des „Telstar Durlast“ sorgte dafür, dass er auch bei der darauffolgenden EM 1976 zum Einsatz kam. Abgelöst wurde er dann 1980 vom „Tango Italia“ und seiner Kopie „Tango Mundial“ bei der EM 1984. 1988 wurde zur Herstellung des EM Ball erstmals nicht mehr Leder sondern Synthetik verwendet. Bis heute hat sich das neue Material durchgesetzt. Es folgten weitere verbesserte Spielgeräte mit neuen Materialien, neuen Designs, 1996 kam erstmals Farbe ins Spiel, und neuen Namen. Schöner, schneller, besser gilt also nicht nur für den Fußball, den wir bei einer EM erwarten, sondern auch für das dazugehörige runde Leder.

Die Geschichte der offiziellen WM-Spielbälle

Der offizielle Fußball der FIFA-Weltmeisterschaft ist nicht mehr wegzudenken. Alle vier Jahre erscheint er pünktlich zur Weltmeisterschaft und stellt neben dem Maskottchen ein wichtiges Symbol des Turniers dar. Bis zur WM 1966 gab es ein solches offizielles Spielgerät allerdings nicht. Der Spielball wurde bis dahin vom Gastgeberland bestimmt und üblicherweise von einem nationalen Hersteller entworfen. Erst seit 1970 werden alle offiziellen Spielbälle bei Welt- und Europameisterschaften, sowie den olympischen Sommerspielen vom deutschen Sportartikelhersteller Adidas produziert. Bei der WM 1970 in Mexiko, kam erstmals ein offizieller Ball zum Einsatz. Der „Telstar“ prägte mit seinem schwarz-weißen Design und den Fünf- und Sechsecken unser Bild eines Fußballs. Ebenso wie die EM-Bälle durchliefen auch die WM-Bälle mit den Jahren stetige Veränderungen und Weiterentwicklungen. Farbe kam ins Spiel und verbessertes Material. EM- und WM-Bälle beeinflussten sich in ihrer Herstellung und Namensgebung oft gegenseitig und wurden teilweise sogar mehrfach eingesetzt. Nur eines änderte sich nie. Auch heute noch wird auf die herausragende Qualität von Adidas gesetzt.

(Quelle: http://fussbaelle.info/)